Sodele,
Nachdem Jonas und Daniel leider Gottes schon die Heimreise angetreten sind, habe ich das Hostel gewechselt, weil das Geckos im Vergleich zum letzten Besuch einfach unerträglich war.
Angefangen hat das damit, dass wir, direkt nach unserem Einchecken, eine Bettwanze entdeckten, was immer ein Hinweis auf eine Bettwanzenplage ist, welche sich dann doch nicht bestätigt hat, allerdings lagen nach dem mehrmaligem Einsprühen des Raumes überall tote Kakerlaken. Lecker.
Weiter ging es dann mit den Dauergästen des Hostels, alle Australier und alle durch und durch asozial, wir haben sogar rausbekommen, dass da einige Crystal Meth rauchen, eine Droge, welche einen binnen Wochen ruinieren kann. Wer sich das mal bildlich geben möchte, sollte einfach mal "Faces of Meth" bei Google eingeben, dann wisst ihr, was ich meine. Am Schlimmsten hierbei war ein Pärchen und ich schätze, dass die Beiden irgendwo zwischen 30 und 40 Jahre alt sind. Als wir am ersten Abend da rein sind, haben wir uns Pizza gekauft, weil es dienstags immer sehr günstig Pizza in Australien gibt, und sofort wurden wir angeschnorrt. Gekriegt haben die nichts, was die Beiden nicht davon abhielt, es bei JEDER sich bietenden Möglichkeit nochmals zu versuchen. Anstatt sich mal einen Job zu suchen, haben die Beiden, so kaputt sie sind, versucht, den Hostelbesitzer mit Zucker anstatt Geld zu bezahlen. Widerlich.
Haben die Personen sich nicht durch Meth ruiniert, so haben sie gesoffen wie die Löcher und waren aufdringlich bis zum Anschlag. Man stelle sich hierbei vor, dass Jonas, Daniel und ich am Tisch saßen und Skat gespielt haben, während uns eine völlig besoffene Aborigine-Frau gegenüber saß und uns einfach nicht in Ruhe ließ. Ich hab versucht ihr zu erklären, dass man bei dem Spiel miteinander kommunzieren muss, was sie schlicht noch lauter werden ließ. Verstanden haben wir sie im Allgemeinen eher nicht.
Ihr Mann, ein glatzköpfiger, weißer Australier, war auch nicht besser.
Wir hätten unser Geld zurückverlangt, hätten wir nicht gewusst, dass der Hostelbesitzer einen dann prombt rausschmeißt, wie aus zig Bewertungen hervorging, also hatten wir das auszuhalten.
Allerdings waren da auch wunderbare Backpacker aus Südafrika, Amerika, England und Frankreich, die unseren Aufenthalt dort ein wenig angenehmer machten.
Ansonsten sah der Tagesplan eigentlich immer gleich aus:
Spät aufstehen, frühstücken, zur Lagune gehen, sonnen, zurück ins Hostel.
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