Uah, es ist kurz vor elf Uhr morgens und ich lunger immer noch im Bett herum, schlicht aus dem Unwillen heraus, aufzustehen. Wenigstens (viel mehr: GOTT SEI DANK) habe ich meinen Job zu Ende gebracht und werde morgen vom Jonas Böge und Daniel Kläwer abgeholt, und kann dieses Loch dann nach 2 Monaten verlassen.
Es ist nicht so, als wäre dieser Job groß körperlich anstrengend gewesen, vielmehr machten einen die langen Pausen , in denen schlicht nichts zu tun war, müde. Als wäre das nicht genug, arbeitete ich mit Vollidioten zusammen, deren Lebensinhalt anscheinend in nichts anderem besteht als andere Menschen zu zermürben. Mein Vorarbeiter Wayne war in dieser Hinsicht mit Abstand der Schlimmste. Als Mensch schlichtweg gescheitert, konnte er sich nur noch am Leid anderer erfreuen, was er bei jeglicher Möglichkeit zu erzeugen versuchte. Dann hatten wir da noch einen australischen Backpacker namens Marc, welcher anfangs ganz cool war, später dann aber zu Wayne II wurde. Ich hätte beiden gerne mal ins Gesicht geschlagen.
Mein Chef war im Großen und Ganzen ganz cool, aber wehe, er war gestresst oder ein LKW hatte eine Panne, denn dann hatte man sich schlicht zu verstecken oder man kriegt ne heftige Packung ab. Ich erinnere mich hierbei an eine Situation, wo ich im Pausenraum saß und mein Mittagessen einnahm, er runtergestürmt kam und mich wegen irgendeiner Scheiße, mit der ich nicht im Geringsten etwas zu tun hatte, anschrie. Auf der anderen Seite hatte er letzte Woche die Vitamintabletten des Azubis mit Viagra ausgetauscht, war sehr gut! :D
Wenn man 60 bis 80 Stunden die Woche arbeitet, kommt vieles andere zu kurz, beispielsweise das Zusammensitzen mit anderen Menschen. Später hab ich schlicht drauf verzichtet, weil ich noch nie an einem Ort wie dem hier war, wo mir so viele Menschen einfach unfassbar unsympathisch waren. Beispiel dafür sind die beiden Engländerinnen hier, die, wenn man zu denen spricht, sehr freundlich sind, sobald man sich allerdings umdreht, wird über Deutsche maximal abgerotzt.. Ne, Danke, brauch ich nicht. Wenn man das hier mit Manjimup vergleich, stellt man fest, dass hier bis auf die Bezahlung schlicht alles beschissener war. Ich kam mit den Leuten nicht klar, mein Job war die Hölle, aber ich habe doppelt so viel Geld in der halben Zeit gemacht wie in Manjimup.
Naja, jetzt gehts erstmal wieder fürn paar Tage nach Sydney, Gott sei dank.
Eins kann ich mit Sicherheit sagen: Ich werde diesen Ort weder vermissen noch werde ich irgendwann wieder hier hin kommen, das verbietet sich einfach.
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